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Jahresbericht Heimleitung

Am Dorfplatz, Lotzwil

Jahresbericht des Heimleiters


2010 kann als durchschnittliches Betriebsjahr bezeichnet werden.
Sowohl in Bezug auf personelle Veränderungen wie auch auf die Anzahl der Bewohnerwechsel. Einzig im Bereich der Unterhaltskosten für Gebäude und Mobilien waren einige unerwartete Aufwendungen nötig, entsprechende Zahlen können der Jahresrechnung entnommen werden.
Erstmals war der neue Wintergarten über alle vier Jahreszeiten zu genießen. Heimbewohner, Mitarbeiter und Gäste schätzen die freundliche und angenehme Atmosphäre sehr.

Heimbewohner
Wie bereits in den letzten Jahren hat sich der Trend vom Alters- zum Pflegeheim fortgesetzt. Eintritte erfolgen in den meisten Fällen infolge Betreuungs- oder sogar Pflegebedürftigkeit, nicht selten direkt aus dem Spital.
Gegenüber dem Vorjahr war die Zahl der Todesfälle wesentlich geringer, das Ableben richtet sich eben nicht nach einer Statistik!
Nach wie vor stammen unsere Heimbewohner zum größten Teil aus den Verbandsgemeinden. Hin und wieder können aber auch Bewerber aus angrenzenden Gemeinden berücksichtigt werden.
Das Wohl der Heimbewohner liegt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Herzen. Neben guter Pflege und Betreuung sind uns auch die Angebote für einen abwechslungsreichen Alltag ein Anliegen. Die Auswahl der Anlässe und Darbietungen sind im separaten Teil dieses Berichtes ersichtlich.


Die Heimplätze waren zu 98% belegt. Die fehlenden 2% resultieren aus den Leerzeiten beim Zimmerwechsel.
Von 22 Heimbewohnern mussten wir im Berichtsjahr endgültig Abschied nehmen. Dieser Wechsel entspricht ungefähr einem Drittel der Bettenzahl.
Nach wie vor sind über 300 Anmeldungen in der Warteliste eingetragen. Davon sind regelmäßig zwischen drei und zehn Bewerber als dringender Eintritt angemeldet.
Nachstehende Zahlen dokumentieren die Einreihung der Bewohner in die verschiedenen Pflegestufen. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass eine deutliche Verlagerung zu höheren Pflegstufen erfolgt ist.


Pflegestufen nach BESA

Anz. Bewohner
31.12.2010

Anz. Bewohner
31.12.2009

Anz. Bewohner
31.12.2008

Anz. Bewohner
31.12.2007

Stufe 0

0

0

0

0

Stufe 1

1

15

16

17

Stufe 2

11

17

14

14

Stufe 3

12

5

3

8

Stufe 4

14

11

15

13

Stufe 5

8

10

8

7

Stufe 6

2

3

4

3

Stufe 7

2

1

1

1

Stufe 8

0

0

0

0

Ferienzimmer

1

2

2

1

Leerstand

0

0

1

0

Total

64

64

64

64

         

Die Pensions- und Pflegetaxen mussten im Jahre 2010 linear in allen Pflegestufen um Fr. 5.- angehoben werden. Nachstehende Tabelle enthält die Tagestarife

Pflegestufe
BESA

Pflegetaxen

Beitrag
Krankenkasse

Selbstkosten HB

* HT Kt.

Alters-
heim

Pflege-wohnung
& Zelgli

Alters-
heim

Pflege-wohnung
& Zelgli

Stufe 0

101.00

125.00

0

113.65

125.00

115.00

Stufe 1

131.00

156.00

17.35

121.30

138.65

145.50

Stufe 2

156.00

182.00

34.70

128.95

147.30

176.00

Stufe 3

181.00

208.00

52.05

136.60

155.95

206.50

Stufe 4

206.00

234.00

69.40

154.70

164.60

237.00

Stufe 5

231.00

260.00

76.30

164.45

183.70

267.50

Stufe 6

256.00

286.00

91.55

174.20

194.45

298.00

Stufe 7

281.00

312.00

106.80

169.20

205.20

328.00

Stufe 8

306.00

338.00

122.05

183.95

215.95

358.00

* HT Kt. = Zulässige Höchsttarife (vom Kanton festgesetzt)

MitarbeiterInnen
Der Voranschlag umfasste für das ganze Jahr 2010 total 44.15 Stellen.
Der Stellenplan gliederte sich wie folgt :

Bereich

Anzahl Stellen

Anzahl Mitarbeiter

Veränderung
Vorjahr

       

Verwaltung

2.15

3

+ 0.1

Verpflegung

7.60

14

+/- 0.0

Hausdienst/Wäscherei

4.20

6

+ 0.4

Pflegedienst Altersheim

11.80

21

+/- 0.0

Pflegewohnung Lotzwil

6.20

10

- 0.6

Pflegewohngruppe Zelgli

7.60

11

+ 0.6

Aktivierung

0.60

1

+ 0.6

Nachtwachen

4.00

19

+/- 0.0

Total

44.15

85

+ 1.1

Der Stellenplan konnte weitgehend eingehalten werden. Nur punktuell waren Anpassungen nötig. Erstmals wird die Aktivierung vom Pflegedienst abgelöst ausgewiesen, der Bereich existiert jedoch schon seit 2009.
Der Personalwechsel ist im Berichtsjahr als sehr gering zu verzeichnen. Während im Altersheim lediglich zwei Mitarbeiterinnen aus gesundheitlichen Gründen ihre Arbeit aufgeben mussten, gab es in der Pflegewohnung fünf und in der Pflegewohngruppe Zelgli zwei Kündigungen.
Margrit Sägesser, Bereich Hausdienst, wurde nach fast 22 Jahren treuer Mitarbeit pensioniert. Sie war seit der Eröffnung des Heimes hier tätig und leistete sehr wertvolle Mitarbeit.
Mehrere Mitarbeiterinnen haben Fort- und Weiterbildungen besucht. Unser Betrieb darf stolz darauf sein, sechs Lehrlingen in den Bereichen Pflege und Verpflegung eine Lehrstelle anzubieten.

Alterswohnungen
Alle neun Alterswohnungen waren lückenlos belegt.
Die Bewohner der Alterswohnungen besuchen regelmäßig Anlässe und Darbietungen im Heim. Vermehrt werden auch Dienstleistungen wie offener Mittagstisch, Nachtessen, Coiffeur und Fußpflege in Anspruch genommen. Die Möglichkeit des Notrufs wird regelmäßig genutzt. Die Einrichtung ist für das Sicherheitsgefühl der Bewohner und der Angehörigen sehr wertvoll.

Dankeschön
Der ganzen Dorfplatz-Familie, vom Heimbewohner über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis hin zu den freiwilligen Helferinnen und Helfern, sowie den Heimbehörden danke ich für die Unterstützung und das Wohlwollen herzlich.
Ich bin überzeugt, dass die Lebensqualität unserer Heimbewohner ganz direkt von einer harmonisch funktionierenden Umgebung abhängt.
Natürlich sind auch die vielen Spender und Vereine, welche im vergangenen Jahr einen Beitrag für unsere Heimbewohner geleistet haben in den Dank eingeschlossen.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im Heim weiterhin gemeinsam eine angenehme und freundliche Atmosphäre schaffen können.

Christian Zaugg
Eidg. dipl. Heimleiter

updated 13.06.2011


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