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Jahresbericht Heimleitung

Am Dorfplatz, Lotzwil

Jahresbericht des Heimleiters

2008 - Jubiläumsjahr „20 Jahre Alterszentrum Lotzwil“.
Die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr hatte einen besonderen Stellenwert im Heimgeschehen eingenommen. Alle Akteure, vonJahresbericht des Heimleiters

2008 - Jubiläumsjahr „20 Jahre Alterszentrum Lotzwil“.
Die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr hatte einen besonderen Stellenwert im Heimgeschehen eingenommen. Alle Akteure, von Behördenmitgliedern über Heimbewohner und Mitarbeiter bis hin zu den freiwilligen Helfern, wurden mit einbezogen. Mit Stolz darf behauptet werden, dass alle Anlässe gelungen sind und die jeweiligen Teilnehmer diese genossen haben. Mit Genugtuung durfte auch festgestellt werden, dass unsere Institution durch die Verbandsgemeinden bzw. deren Vertreter in den Gemeindebehörden sehr gut mitgetragen wird, was wir sehr zu schätzen wissen.


Die Heimplätze im Alterszentrum waren zu 96% belegt, was gegenüber den Vorjahren wegen den außerordentlich vielen Zimmerwechseln etwas tiefer liegt. Tatsächlich waren im Berichtsjahr in der gesamten Institution: Altersheim, Pflegewohnung Lotzwil und Pflegewohngruppe Madiswil zusammen, insgesamt 30 Zimmerwechsel infolge Todesfällen zu verzeichnen, was einer Umwälzung von fast 50% auf die insgesamt 64 Betten entspricht.
Der Frühjahrsausflug mit den Heimbewohnern führte auf vielseitigen Wunsch an den Bielersee. In einer wunderbaren Gartenanlage mit Seeanstoss in Erlach konnten die Reisenden allerlei Grilladen zum Zvieri/Znacht genießen.
Als Jubiläumsreise fand im September eine Schifffahrt auf dem Urnersee statt, welche dank der hervorragenden Reiseleitung der Schifffahrtsgesellschaft und dem wunderbaren Wetter zu einem unvergesslichen Tag wurde.
Im September fand eine Ferienwoche in Walchwil am Zugersee statt. Neun Heimbewohner und drei Begleiter durften abwechslungsreiche Tage im Ferienzentrum Elisabeth, in wunderbarer Lage oberhalb des Sees, verbringen. Wiederum wurde die Ferienwoche zusammen mit der Kirchgemeinde Lotzwil organisiert. Gemeinsam konnten Transportmöglichkeiten, Anlässe und sogar Betreuungsaufgaben gelöst und koordiniert werden.

Heimbewohner
Seit der Eröffnung der Pflegewohngruppe Zelgli verfügt das Alterszentrum Lotzwil über 64 Heimplätze.
Obschon auf der Warteliste nach wie vor etwas über 300 Personen eingetragen sind, konnten im Jahre 2008 erstmals aufgrund fehlender Bewerber aus dem Verbandsgebiet, drei auswärtige Personen ins Heim aufgenommen werden.
Von 19 Bewohnern des Altersheims, 5 Bewohnern der Pflegewohnung und 6 Bewohnern der Pflegewohngruppe Zelgli mussten wir im Laufe des Berichtjahres für immer Abschied nehmen.

Nachstehende Tabelle dokumentiert die Einreihung der Bewohner in die verschiedenen Pflegestufen. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass eine tendenzielle Verschiebung zu höheren Pflegstufen erfolgt ist.

Pflegestufen nach BESA

Anz. Bewohner
31.12.2008

Anz. Bewohner
31.12.2007

Anz. Bewohner
31.12.2006

Anz. Bewohner
31.12.2005

Stufe 0

0

0

0

0

Stufe 1

16

17

10

9

Stufe 2

14

14

17

11

Stufe 3

3

8

6

10

Stufe 4

15

13

12

8

Stufe 5

8

7

4

6

Stufe 6

4

3

3

4

Stufe 7

1

1

1

2

Stufe 8

0

0

0

2

Ferienzimmer

2

1

1

0

Leerstand

1

0

0

0

Total

64

64

54

52

         

Die Pensions- und Pflegetaxen mussten, nachdem im Jahre 2007 kein Aufschlag erfolgt war, im Jahre 2008 um durchschnittlich 12% angehoben werden. Nachstehende Tabelle enthält die Tagestarife

Pflegestufe
BESA

Pflegetaxen

Beitrag
Krankenkasse

Selbstkosten HB

* HT Kt.

Alters-
heim

Pflege-wohnung
& Zelgli

Alters-
heim

Pflege-wohnung
& Zelgli

Stufe 0

99.00

125.00

0

99.00

125.00

115.00

Stufe 1

122.00

148.00

17.05

104.95

130.95

145.50

Stufe 2

145.00

171.00

34.10

110.90

136.90

176.00

Stufe 3

168.00

194.00

51.15

116.85

142.85

206.50

Stufe 4

191.00

217.00

68.20

122.80

148.80

237.00

Stufe 5

214.00

240.00

75.00

139.00

165.00

267.50

Stufe 6

237.00

263.00

90.00

147.00

173.00

298.00

Stufe 7

260.00

286.00

105.00

155.00

181.00

328.00

Stufe 8

283.00

309.00

120.00

163.00

189.00

358.00

* HT Kt. = Zulässige Höchsttarife (vom Kanton festgesetzt)

MitarbeiterInnen
Der Voranschlag umfasste für das ganze Jahr 2008 total 42.75 Stellen.
Der Stellenplan gliederte sich wie folgt :

Bereich

Anzahl Stellen

Anzahl Mitarbeiter

Veränderung
Vorjahr

       

Verwaltung

2.05

3

+ 0.25

Verpflegung

6.80

12

+ 0.50

Hausdienst/Wäscherei

3.50

6

+ 0.30

Pflegedienst Altersheim

12.0

17

+ 1.20

Pflegewohnung Lotzwil

7.10

11

+ 1.30

Pflegewohngruppe Zelgli

7.00

10

+ 0.50

Nachtwachen

4.00

19

- 0.20

Total

42.45

78

+ 3.85

Anpassungen im Stellenplan erfolgten aufgrund von ausgewiesenem Mehraufwand und infolge der Übernahme von neuen Aufgaben, letzteres betrifft die Lieferung von zusätzlichen Mahlzeiten an die Behindertenwerksatt in Madiswil infolge Eröffnung des Wohnheimes und der Lieferung an die Kindertagesstätte Madiswil.
Der Mehraufwand im Betreuungs- und Pflegebereich musste wegen der Einhaltung des von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion vorgeschriebenen Mindeststellenplanes aufgestockt werden.
Die Fluktuation war im Berichtsjahr sehr gering. Lediglich je eine Mitarbeiterin in der Verpflegung, im Pflegedienst Altersheim im Hausdienst und in der Pflegewohnung mussten ersetzt werden. Im Nachtdienst waren vier Stellenwechsel zu verzeichnen.
Etliche Mitarbeiterinnen haben interne oder/und externe Weiterbildungen besucht. Für alle Mitarbeiterinnen im Pflege- und Nachtdienst wurde eine heiminterne Weiterbildung in Validation durchgeführt. Wir stellen somit feststellen, dass unser gesamtes Pflegepersonal einen guten Ausbildungsstand in Kinästhetik und Validation aufweist.

Alterswohnungen
Unsere 9 Alterswohnungen waren belegt. Durch den Umzug von Frau Berta Hess ins Altersheim, wurde Ende September eine Wohnung frei, diese wurde bereits per 15. Oktober durch neue Mieter bezogen.
Vermehrt nehmen Bewohner der Alterswohnungen Dienstleistungen des Heimes in Anspruch. Am meisten natürlich der offene Mittagstisch, aber auch die Teilnahme an Anlässen und Aktivitäten ist beliebt.
Die Mieterinnen und Mieter der Alterswohnungen haben unter sich ein sehr schönes Verhältnis, die Nachbarschaftshilfe funk-tioniert optimal.

Dankeschön
Sehr viele Beteiligte, angefangen bei Behörden und Mitarbeitern bis hin zu den Pfarrern und dem Heimarzt und schließlich der großen Anzahl von freiwilligen Helferinnen und Helfern, tragen täglich zur Zufriedenheit unserer Heimbewohner bei. Ihnen allen danke ich für den Einsatz und die große Unterstützung, welche zum Gelingen im Heimalltag unabdingbar ist, sehr herzlich!


Christian Zaugg
Eidg. dipl. Heimleiter



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