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Scheidegg, H'buchsee
Nicht weil die Dinge schwierig sind, wagen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht wagen, sind sie schwierig. (Seneca)
Im Jahresbericht 2009, vor einem Jahr, hatte ich orientiert, dass eine zentrale, bedeutende Aufgabe das Bau- und Sanierungskonzept sein wird. Ich hatte bereits damals darauf hingewiesen, dass Wohnungen mit Dienstleistungen sehr gefragt sind. Ein solches Angebot rundet unser bestehendes Dienstleistungsangebot ab und generiert erforderliche zusätzliche Erträge. Solche Wohnungen sind nicht bewilligungspflichtig.
Aber alles schön der Reihe nach.Anlässlich der ersten Sitzung im neuen Jahr 2010 hat der Stiftungsrat Herrn Hubert Schibli, geb. 1958, als neuen Geschäftsführer und damit als Nachfolger für den in der Zwischenzeit pensionierten Herrn Max Zürcher gewählt. Der Stellenantritt wurde auf den 1. April 2010 vereinbart. Ich danke Herrn Max Zürcher im Namen des gesamten Stiftungsrates für seine engagierte, auf die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner orientierte Aufgabenerfüllung, die konstruktive, angenehme Zusammenarbeit und wünsche ihm für die weitere Zukunft alles Gute. Herr Hubert Schibli hatte in diesem abgelaufenen Geschäftsjahr mehrmals Gelegenheit, sein Wissen und Können unter Beweis zu stellen. Er hat die Herausforderungen effizient und zielorientiert angepackt und gemeistert. Der Stiftungsrat ist überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben.
In Anbetracht der auf uns zukommenden baulichen Aufgaben mit den damit verbundenen erforderlichen Finanzierungen bin ich glücklich, von einem sehr erfreulichen Geschäftsergebnis berichten zu können. Die Jahresrechnung 2010 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr. 27‘028.25 ab. Es konnten zusätzlich Rücklagen und Abschreibungen getätigt werden.
Der Kanton Bern wird an der Gesamtzahl von 15‘500 Pflegplätzen nichts ändern. Das ergibt eine Abdeckung bis 2030 von 17.6% der Bevölkerung im Alter von 80+ Jahren. Auch der Oberaargau hat genügend Pflegeplätze. Heute stehen diese Betten nicht alle am gewünschten Ort, weshalb es regionale Verschiebungen geben sollte. Nur, Bettenverschiebungen in einer Region sind heikel. Niemand kann ein Heim gegen seinenWillen zu einer Bettenabgabe zwingen, es sei denn, die Bedingungen zur Heimbewilligung seien nicht erfüllt. Es kann nur versucht werden, unten an der Basis freiwillige Bettenverschiebungen zu realisieren, was jedoch schwierig ist. Diese Ausgangssituation bewog den Stiftungsrat zu entscheiden, bei der anstehenden Sanierung an den heutigen 71 Pflegeplätzen festzuhalten, jedoch durch eine Erweiterung des Gebäudes die „Scheidegg“ zu modernisieren, die Betriebsabläufe zu optimieren und die Attraktivität zu steigern. Zudem sollen auf der eigenen Landparzelle Wohnungen mit Dienstleistungen gebaut werden. Mit einem Studienauftrag werden Lösungsmöglichkeiten und Bauideen für das geplante Projekt gesucht, welches wirtschaftlich tragbar und auf unsere individuellen Wünsche zugeschnitten sein muss.
An 13 Sitzungen und Zusammenkünften haben wir im Jahre 2010 unsere Arbeit erledigt. Ich danke meiner Kollegin und meinem Kollegen vom Stiftungsrat, dem Geschäftsführer, dem Heimarzt sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die tolle Leistung. Ebenfalls ein herzlicher Dank geht an Herrn Michael Lüthi von der Senevita AG für seine geleistete, sehr gute Unterstützungsbarbeit.
Die vor uns liegenden Aufgaben sind schwierig, packen wir sie an !
Fred Lüthi, Präsident